Samstag, 29. Juni 2013

Hallo Hochzeit!

Heute geht ein alter Freund von mir den Bund fürs Leben ein und aus gegebenem Anslass konnte ich es mir nicht verkneifen, mein kitschigstes Lieblingsliebeslied mit euch zu teilen:


Freitag, 28. Juni 2013

Festivalfieber #3

Das seit 2006 stattfindende Acoustic Lakeside (26.-27.7.) am Sonnegger See in Kärnten, steht für ein gemütliches Festival in idyllischer Umgebung, aber auch immer wieder mit einem tollen Line-Up. Dieses Jahr unter anderem mit dabei: Crystal Fighters, SoKo, Fanfarlo, Dry The River, Two Gallants und als Headliner Bush. Das Beste kommt jedoch erst jetzt: alle Bands spielen ihre Songs komplett akustisch! Dadurch wird das familiäre Feeling zusätzlich unterstützt und ganz ehrlich: Wie oft hat man die Chance eine Band wie die Crystal Fighters oder Fanfarlo unplugged zu erleben?


 Eine schlechte Nachricht gibt es dennoch: gerade weil das Acoustic Lakeside laut eigenen Angaben so viel Wert auf das persönliche & familiäre Ambiente legt, anstatt vor Besuchermassen zu strotzen, ist das Festival jetzt schon ausverkauft. Das heißt aber nicht, dass man nicht dennoch sein Glück versuchen sollte, ein Ticket vor Ort zu ergattern. Falls es dennoch nicht klappt, hier ein kleiner Trost: das Strandbad am Wörthersee ist nur eine Fahrt von 45 Minuten entfernt und immer für ein Badewochenende gut. Für richtiges Festivalfeeling kann man sogar am gegenüberliegenden Zeltplatz campen.

Highlight: Fanfarlo

Empfehlungen: Crystal Fighters, SoKo, Dry The River

Must-Have: Sonnenbrille

Offizielle Website von Acoustic Lakeside


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Donnerstag, 27. Juni 2013

Schmankerl: Kakkmaddafakka

"I'm just a jealous motherf°°ker alone!" beschwert sich Kakkmaddafakka-Sänger Axel Vindenes in der neuen Single "Someone New". Morgen erscheint das mit Spannung erwartete neue Album Six Months Is A Long Time der Jungs aus Norwegen, die nicht nur mit ihren ironischen Texten und lustigen Videos überzeugen, sondern auch musikalisch einiges auf dem Kasten haben. Pop? Rock? Rap? Reggae? Die Jungs machen einfach auf was sie gerade Lust haben und klingen dabei immer noch authentisch. Laut norwegischer Presse werden sie der "New Bergen Wave" zugeschrieben, der auch Kings Of Convenience und Röyksopp angehören.


Im sommerlichen Video zu "Someone New"  zeigen sie sich fast so frisch wie die Zitronen, deren wundersame Reise wir von Ernte bis zum Förderband verfolgen dürfen. Zwischendurch gibt es noch zahlreiche Tanzeinlagen, inspiriert von West Side Story und untermalt von einer Surf-Pop-Ballade über vergangene Liebe und Eifersucht.


Für Freunde von: Bonaparte, Beat!Beat!Beat!, Fuck Art Let's Dance

Mittwoch, 26. Juni 2013

Ausgegraben: T.Rex - Electric Warrior

Das zweite Album Electric Warrior der britischen Band T.Rex ist ein wahres Meisterwerk der Rockgeschichte. Das 1971 erschienene Album enthält einige ihrer besten Nummern, darunter "Jeepster" und "Get It On". Der exzentrische Frontmann Marc Bolan, der 1977 an den Folgen eines Autounfalls verstorben ist, zeigt sich sowohl songwritingtechnisch, als auch als Gitarrist, in Höchstform. Das Plattencover ziert eine gelbe Silhouette von Bolan, der vor einem Verstärkerturm posiert. Die Band, welche den Glam-Rock neben David Bowie definiert hat, besteht auf diesem Album zum ersten Mal in der Formation aus Gitarre, Bass, Percussion und Schlagzeug.


Für Freunde von: David Bowie, New York Dolls, Sweet



Dienstag, 25. Juni 2013

Radar: Dan Croll

Einer meiner Lieblingskünster in letzter Zeit ist der talentierte Dan Croll, dessen nächste EP von mir schon voller Sehnsucht erwartet wird. Der 22-jährige Absolvent des Liverpool Institute for Performing Arts (aus der The Wombats, Eugene McGuiness und viele weitere hervorgegangen sind), hat nachdem er den Songwriter of the Year Award und eine Privataudienz bei Institutsoberhaupt Paul McCartney bekommen hat, im September 2012 seine erste Single "From Nowhere" veröffentlicht und seit Anfang des Jahres gibt es eine EP mit der titelgebenden Nummer "Compliment Your Soul". Er vermischt Folk mit afrikanischen Polyrythmen und teilweise elektronischen Beats zu einer abwechslungsreichen und spannenden Melange.


Für Freunde von: Vampire Weekend, Mumford & Sons, Paul Simon




Montag, 24. Juni 2013

Live: MGMT, Babyshambles, Local Natives

Um den Start in diese Woche zu versüßen, gibt es gleich 3 gute Neuigkeiten die mein Herz höher schlagen lassen...

#1: Es gibt ein Wiedersehen: MGMT kommen am 4. Oktober nach Wien ins Gasometer. Die Vorfreude kennt keine Grenzen, die Erwartungen sind wie damals 2010, ebenfalls im Gasometer und im August 2008 im McCarren Park Pool in New York, wo die Schlange an Menschenmaßen damals knapp über 15 Häuserblöcke brav angestellt war um MGMT gratis zu sehen, groß und bereit erfüllt zu werden. Mit im Gepäck werden sie vielleicht schon ihr neues Album haben. Wer weiß?

Tickets für MGMT bei oeticket


#2: Die kalifornischen Meister der Melodien, Local Natives, klingen wie eine Mischung aus Vampire Weekend und Fleet Foxes und grooven live noch besser als auf Platte. Die Chance sie live zu erleben gibt's am 8. November im Wiener Flex.

Tickets für Local Natives bei oeticket


#3: Das beste kommt zum Schluss: Pete Doherty, seit kurzem auch Schauspieler, aber vor allem Anti-Held der britischen Indie-Rock-Szene, wird Ende des Jahres seine Wahlheimat Frankreich für ein paar Wochen verlassen, um mit seiner Band, den Babyshambles, auf Europa-Tour zu gehen. Ein Zwischenstopp in Österreich ist auch angesagt: am 10. Dezember im Wiener Gasometer.


Tickets für Babyshambles bei oeticket


Sonntag, 23. Juni 2013

Review: Maximo Park (Donauinselfest 2013)

Nachdem man sich gestern durch die Menschenmassen gekämpft hat und wie der Hase bei Alice im Wunderland quer über die ganze Donauinsel geeilt ist, um auch ja nicht zu spät zu kommen wenn Maximo Park, Helden meiner Jugend, zum Tanz bitten. Für mich eine Live-Premiere mit etlichen Überraschungen.

Erste Nummer, großes Kino: "The National Health" eröffnet das Spektakel. Der druckvolle Sound klingt härter als erwartet und macht keine Kompromisse. Im weiteren Verlauf begeistert vor allem Sänger Paul Smith mit seiner herausragenden Performance. Er reißt die Arme in die Luft, vollführt Hampelmänner, wirbelt von einer Seite der Bühne zur anderen, springt vom Schlagzeug und will uns beweisen wie weit er die Beine im Sprung grätschen kann. Ähnlich einem Musicaldarsteller, der alle Rollen auf einmal spielen will, zerreißt es ihn fast vor Energie und das Ganze selbst bei ruhigen Nummern, mit einer Präsenz die ihresgleichen sucht.

Nachdem "The Coast Is Always Changing" als Hommage an Eddie Cochran inszeniert wurde und nach gezählten 18 "Dankeschööön!", setzte die Band nach gut eineinhalb Stunden zum großen Finale an. Bei "Apply Some Pressure" legen sich die fünf Herren nochmal so richtig ins Zeug. Das Publikum ist sich am Heimweg sicher: die will man unbedingt wiedersehen!


Samstag, 22. Juni 2013

Festivalfieber #2

Das eintägige Festival Harvest Of Art findet seit letztem Jahr statt und bietet ein kleines, aber äußerst feines Line-Up, gemütliche Stimmung und das Ganze auch noch mit studentenfreundlichen Eintrittspreisen. Nach der umjubelten Premiere mit unter anderem Mumford & Sons und den Kooks, beweist das sympathische Indie-Erntedank-Festival einmal mehr, wie man den Spagat zwischen bekannten Künstlern und sehenswerten Geheimtipps gekonnt umsetzt.

Eröffnet wird das Spektakel dieses Jahr von der heimischen Band Giantree, auf denen laut FM4 die Hoffnungen der heimischen Indie-Szene ruhen. Mit den Arctic Monkeys, die uns einen Vorgeschmack auf  ihr neues Album liefern werden, und Bloc Party wieder zwei richtig große  Kaliber am Start, während Youth Lagoon, Kate Nash und Get Well Soon das Prädikat wertvoll unterstreichen. Die Otterkringer Arena in Wiesen, mitten in der atemberaubenden Landschaft der burgenländischen Erdbeerfeldern, erweist sich als ein guter Gastgeber, bei dem man sich wohlfühlt und den man immer wieder gerne besucht.

Highlight: Youth Lagoon

Empfehlungen: Giantree, Bloc Party, Arctic Monkeys

Must-Have: Seifenblasen


Offizielle Website von Harvest of Art Festival

Mittwoch, 19. Juni 2013

Schmankerl: Cayucas

Der drückenden Hitze mit einem Roadtrip ans Meer aus dem Weg gehen. Wäre schön, ist aber gerade nicht machbar? Mit Cayucas und ihrem Surf-Pop kann man sich wenigstens an den Strand zu träumen. In ihrem Debüt-Album "Bigfoot", das vor kurzem bei Secretly Canadian erzählen sie Geschichten über einen Sommer in Cayucos, einer Stadt an der Küste von Kalifornien.




Für Freunde von: Vampire Weekend, Dan Croll, The Drums

Dienstag, 18. Juni 2013

Festivalfieber #1

Mehr altbekannter Klassiker als Geheimtipp, aber definitiv eine Reise wert: das Donauinselfest (21.6.-23.6.). Das größte Open-Air-Festival bei freiem Eintritt lockt auch in diesem Jahr mit einem riesigen Line-Up.

Nach 30-jährigem Bestehen leistet man sich dieses Mal 600 Stunden Programm auf insgesamt 12 Bühnen. Die musikalische Bandbreite reicht von Schlager bis Alternative, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Gut vertreten ist diesmal, wie so oft, die FM4-Bühne.


Highlight: Maximo Park

Empfehlungen: Naked Lunch, Dear Reader, Effi, The Nintendos

Must-have: Geduld (vor allem wenn man mit der letzten U-Bahn fährt)



Freitag, 14. Juni 2013

Man Must Dance! Mixtape #1

Schönen Start ins Wochenende mit dem ersten Man Must Dance! Mixtape.

Die Highlights der ersten zwei Wochen zusammengefasst und in einer halben Stunde untergebracht. Viel Spaß!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Radar: Haim

Wer traut sich den hübschen Mund weiter aufreißen als Mick Jagger? Anscheinend Haim-Bassistin Este beim letzten Liveauftritt in den heiligen Hallen von David Letterman. Nachdem sie bei der letzten Deutschland-Tour schon bewiesen hatte, wie man die Fans mit vollem Körpereinsatz ordentlich zum Kochen bringt, hat sie unterdessen auch an ihrer Artikulation gearbeitet:


Für Freunde von: Fleetwood Mac, Boy, Ghost Beach

Mittwoch, 12. Juni 2013

Ausgegraben: Baby Huey


Obwohl der 1970 verstorbene Baby Huey mit seiner Band The Babysitters nur eine einzige LP aufnahm, zählt er heute zu einer der einflussreichsten, wenn leider auch vergessenen Musikgrößen von Funk bis Hip-Hop. Eigentlich als Soul-Band gegründet, wandte man sich Ende der 60er, unter der Vorbildwirkung von Sly & The Family Stone, dem Psychodelic-Funk zu. Nachdem der 200 Kilogramm schwere Koloss an einem Herzinfarkt, hervorgerufen durch Fettleibigkeit und Heroinsucht, das Zeitliche gesegnet hatte, beschloss niemand Geringerer als Curtis Mayfield die bereits aufgenommenen Songs von Baby Huey & The Babysitters auf eine Langspielplatte mit dem Titel The Baby Huey Story: The Living Legend zu pressen, auf der sich auch diverse, erst im Nachhinein eingespielte Instrumentalstücke der Band wiederfinden.

Für Freunde von: Sly & The Family Stone, John Legend, The Roots


Dienstag, 11. Juni 2013

Song des Tages: Jonathan Rado - Faces

Jonathan Rado, seines Zeichens die bessere Hälfte von Foxygen, welche wiederum für meine derzeitige Lieblingsplatte We Are the 21st Century Ambassadors of Peace & Magic verantwortlich sind, hat sich dazu entschieden eine Solo-EP herauszubringen. Sie versprüht den gleichen nostalgischen Charme, den man schon von seiner Band kennt, allerdings eher auf Singer-Songwriter-Vortrag ausgelegt. Unterstützung an der Gitarre bekommt er hierbei von Tom Presley (White Fence). Die EP trägt den Titel Law & Order und erscheint am 3.9. bei Woodsist.

Für Freunde von: Adam Green, Bob Dylan, Led Zeppelin

Montag, 10. Juni 2013

Radar: Smith Westerns

Die Smith Westerns melden sich zurück.

Eines meiner absoluten Highlights am Frequency 2011 waren die Smith Westerns, die in einer kleinen Halle, vor einer Handvoll Leuten ihre Setlist durchgezogen haben, als wär es eine Bandprobe mit öffentlichem Besuchsrecht. Schon damals hatte die Band eine eingefleischte Fangemeinde. Besonders kreativ fand ich zwei Mädels, die in der ersten Reihe mit selbstgebastelten Kreuzen wedelten. Mein Lieblingssong 2011 war übrigens ihr "Weekend", in dem es so treffend formuliert wird: "The weekends are never fun, unless you're around here too".

Am 25.6. bringen die Smith Westerns ihr neues Album Soft Will raus und als kleinen Vorgeschmack gibt's ein Video zu ihrer aktuellen Single "Varsity". Die Bilderflut kann sich vor lauter Lavalampen, Kuss-Szenen und Obst gar nicht retten. In diesem Sinne: das Buffet ist eröffnet:




Für Freunde von: Swim Deep, Girls, Surfer Blood

Sonntag, 9. Juni 2013

Schmankerl: Arctic Monkeys

Lange nichts mehr gehört von den Arctic Monkeys.

Nach ihrem eher mäßigen vierten Album melden sie sich jetzt mit der durchaus gelungenen Acoustic-Compilation Straighten The Rudder, bestehend aus einer Auswahl ihrer Hits und zwei Coversongs, zurück. Hierbei handelt es sich um "Strange" von Patsy Cline und "The Lovers" von Rod McKuen.





Samstag, 8. Juni 2013

Radar: Wolf Alice

Vor drei Jahren eigentlich als Solo-Projekt von Ellie Roswell gegründet, mausert sich Wolf Alice, deren Name einer Kurzgeschichte von Angela Carter entlehnt wurde,  zu einem wahren Live-Spektakel. Mit einer Mischung aus Folk, Grunge und Shoegaze schafften sie es im Februar diesen Jahres einen Plattenvertag bei Chess Records an Land zu ziehen, mit der Band Peace auf Tour zu gehen und ihre erste Single herauszubringen.


Für Freunde von: Warpaint, Hole, Yeah Yeah Yeahs

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Hier die B-Side ihrer ersten Single: "White Leather" live aus einer Wohnzimmer-Session in London. Einer meiner Lieblingssongs zurzeit, hätte aber ruhig ein bisschen länger ausfallen können.


Freitag, 7. Juni 2013

Radar: Baby Alpaca


Die letzten Romantiker der Neuzeit:

Zu definieren, in welchen Musikstil Baby Alpaca aus New York fallen, ist nicht ganz einfach. Wenn man sich ihre Debüt-EP (erscheint am 25.6. bei Atlas Chair Records) anhört, lässt die Bandbreite an programmierten Beats, der zaghafte, mit Echo versetzte Gesang und die vor Höhen strotzenden Gitarren zumindest auf eines deuten: "New Wave"- Dramatik trifft auf Schlafzimmer-Electro und bärtigen Folk.

Nicht umsonst wird Sänger Chris Kittrell, früher Assistent von Marc Jacobs und rastloser Weltreisender, des Öfteren mit dem jungen Morrissey der 80er  verglichen. Einer ihrer Songs, "Wild Child", geht besonders ins Ohr und ist unterwegs, auf einer der zahlreichen Reisen geschrieben worden. Erinnert die Musik am Anfang ein wenig an Shelter von The XX, legt sich das, sobald eine Stimme "You said I was a loser" raunt und das Tempo später unangekündigt durch die einsetzenden Beats raufgeschraubt wird. Mit der melancholischen Art eines James Blake, will uns der Erzähler einreden, dass es ihm gut geht , danke der Nachfrage und dass man ihn nicht so schnell abschreiben soll...

Für Freunde von: The Smiths, Twin Shadow, New Order

Offizielle Seite von Baby Alpaca
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Mittwoch, 5. Juni 2013

Live: Unknown Mortal Orchestra

Am 16. November kommt das neuseeländische Psychodelic-Pop-Trio Unknown Mortal Orchestra nach Wien. Mit im Gepäck auf ihrem Zwischenstopp im B72: ihr umjubeltes zweites Album II, das von iTunes US in die Reihe "Best of 2013 so far" aufgenommen wurde. Nachdem 2010 ihre erste Single "Ffunny Ffrends" übers Internet einschlug wie eine Bombe, ging alles ganz schnell. Nach Konzerten Seite an Seite mit unter anderem den Flaming Lips, Deerhunter und Grizzly Bear, erschien ihr Debüt, das sich zu einem wahren Kritikerliebling entwickelte und mit dem Taite Music Prize für außergewöhnlich kreative Arbeit ausgezeichnet wurde.

Mittlerweile hat sie das Label Jagjaguwar (Dinosaur Jr., Bon Iver, Okkervil River) unter Vertrag genommen, bei dem auch ihr zweites Album erschienen ist. Sie vermischen so gekonnt und facettenreich englische Beat- und sonnige Surfmusik mit Krautrock-Psycholdelia, dass es fast so klingt, als wären die Beatles nie von ihrem Indien-Trip zurückgekehrt und hätten stattdessen Jimi Hendrix zum gemeinsamen Jammen einfliegen lassen.

Karten für Unknown Mortal Orchestra auf oeticket 

Für das schräge Video zur Single "So Good At Being In Trouble" steht ein alter Bekannter vor der Kamera: Christopher Mintz-Plasse, besser bekannt aus seiner Rolle als McLovin in SuperBad, versucht in dem Musikvideo seine Freundin aus den Fängen einer Sekte zu retten:


Für Freunde von: Portugal. The Man, Foxygen, Smith Westerns

Schmankerl: Boxed Wine

Boxed Wine - Cannibal

Man darf sich von den ersten paar Sekunden nicht täuschen lassen. Erinnert die rotzig-verzerrte Basslinie am Anfang von "Cannibal" noch stark nach an die Glanzzeiten amerikanischer College-Punk-Tage, setzt sich letzten Endes doch der von Boxed Wine zelebrierte "Indie-Party-Pop" durch. Energiegeladen und überdreht wie eine Abschlussballparty findet die erste Single ihres Debüt-Albums Cheap, Fun ihren Weg in die Gehörgänge. Textzeilen wie "I plan to drink myself clever" bestärken diesen Eindruck zusätzlich.

Mein persönliches Highlight ist der etwas ruhigere Bridge-Teil, dem auf die Textpassage: "...and you dance so slow/ like a 70s guitar solo", tatsächlich ein gefühlvolles Gitarrensolo folgt.

Das Quartett, welches ihren Namen "Tetra-Pak Wein" verdankt (ihr Favorit ist übrigens "Franzia Sangria"), hat sich für ihr Debüt redlich Zeit gelassen. 15 Monate haben sie sich in einem Studio in der Nähe ihrer Heimatstadt ("We are from New Jersey. It's not as bad of a place as you think.") verschanzt, um nun das Album auf Bandcamp, nach dem Motto "Zahl so viel du willst", zu verschenken.

Für Freunde von: Los Campesinos, Kakkmaddafakka, Sky Larkin


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Montag, 3. Juni 2013

Radar: London Grammar

Auf den Spuren von The XX.

Man stelle sich folgendes vor: drei junge Londoner, mit einer Vorliebe für 90er Trip-Hop beschließen vor rund einem Jahr eine Band zu gründen.
Nichts Besonderes? Fehlanzeige!
London Grammar teilten sich bereits die Bühne mit Tom Odell, sind auf dem Debüt-Album von Disclosure zu hören und schon jetzt über die Festival-Saison ausgebucht (unter anderem Bestival, Ibiza Rocks und Melt!-Festival).
Ihre erste EP Metal & Dust wurde zu einer kleinen Youtube-Sensation dank einer halben Million Klicks innerhalb von wenigen Wochen. Ihre Songs schaffen mithilfe der Stimme von Sängerin Hannah Reid, eine Atmosphäre zwischen Melancholie und Hoffnung. Vor allem aber klingt es als würde Florence Welsh zur Musik von The XX singen. Mehr als nur ein Geheimtipp!

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Für Freunde von: Florence + The Machine, The XX, James Blake

Album der Woche: "Portugal.The Man - Evil Friends"

Zwei Jahre mitsamt anstrengender Tour hat es für Portugal.The Man gedauert, um ihren psychodelischen Sound auf Album Nummer Sieben zu perfektionieren.  

Evil Friends, steht merklich unter dem Einfluss von Produzent Brian "Danger Mouse" Burton, der es immer wieder schafft, Interessantes aus bereits etablierten Künstlern, wie beispielsweise Beck, Black Keys, Norah Jones, herauszukitzeln. Das verwendete Instrumentarium (reicht von Xylophon über Streicher bis hin zu Synths)  ist genauso breit gefächert wie die zahlreichen Rhythmus-, Tempo- und vor allem Stilwechsel (von Synth-Pop zu Hip-Hop) innerhalb der Songs. Die unverkennbare Stimme von Sänger John Gourley nimmt ungeahnte Höhen an, die Gitarren sind fuzziger denn je und die Synthies noch melodiöser eingesetzt worden, als auf ihrem Vorgänger-Album In the Mountain In the Cloud (2011).

Hörproben: "Creep In A T-Shirt", "Purple Yellow Red And Blue", "Modern Jesus"

Für Freunde von: MGMT, Crystal Fighters, Dr. Dog