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Sonntag, 8. September 2013

Man Must Dance!-Veranstaltungstipps im September

Als ich mich letztens in meiner Lieblingsbar mit einem netten französischen Pärchen über Wien, Kunst, Charles Baudelaire und Musik unterhalten habe, wurde ich um ein paar Konzerttipps für die restlichen Septemberwochen gebeten. Diese bescheidene Liste ist dabei herausgekommen:


14.9., SA, Beach Fossils (Chelsea) 15€

Die 2009 in Brooklyn, ursprünglich als Solo-Projekt von Dustin Payseur, gegründete Band Beach Fossils ist vor allem für ihren atmosphärischen Lo-Fi-Sound bekannt. Das Debüt wurde von Payseur komplett in Eigenregie eingespielt und aufgenommen. Nachdem Beach Fossils bei Captured Tracks einen Vertrag erhielten, wurde aus dem Solo-Projekt eine Band. Am 14.9. sind sie live im Chelsea zu sehen.

Für Freunde von: Deerhunter, Wild Nothing, Pains Of Being Pure At Heart

20.9., FR, Is Tropical (Flex) 10€

Das Londoner Trio von Is Tropical kokettiert zu meist mit kontroversen Musikvideos, hätte das im Prinzip aber gar nicht nötig, denn ihre Songs sind schon eine Klasse für sich, da bleibt kein Fuß still stehen. Verfeinert wird der Abend vom blaublütigen DJ-DreamTeam Herzog von Wieden und Prinz von Gumpendorf.

Für Freunde von: Citizens!, Swim Deep, Crystal Fighters

23.9., MO, The Elwins (Rhiz) 10€


The Elwins habe ich euch schon einmal in der Rubrik "Song des Tages" vorgestellt. Die Band aus Ontario, die so überaus naturfröhlich ist, dass man gleich "BEACH BOYS!" aber "IN NEU!" schreit, die Anlage laut aufdreht und dazu im Zimmer herumwirbelt. Das Debüt Album der Kanadier, And I Thank You wurde von der Presse und der Musik liebenden Menschheit umarmt und ich brenne schon richtig darauf, sie endlich live zu erleben! 

Für Freunde von: Cayucos, Beach Boys, Beatles



30.9., MO,  Leslie Clio (WUK) 17,5€

Leslie Clio, Deutschlands bodenständigste Soul-Diva, besticht durch Feinfühligkeit, Retro-Charme und gutes Songwriting. Ihr Album Gladys erreichte Platz 11 der Album-Charts in Deutschland und wurde von Kritikern heftig gefeiert. In Interviews lässt sie lieber ihre Musik sprechen und verweist schlicht auf die goldenen Schlagerjahre und Künstler wie Heintje.

Für Freunde von: Amy Winehouse, Dusty Springfield, Duffy

Sonntag, 23. Juni 2013

Review: Maximo Park (Donauinselfest 2013)

Nachdem man sich gestern durch die Menschenmassen gekämpft hat und wie der Hase bei Alice im Wunderland quer über die ganze Donauinsel geeilt ist, um auch ja nicht zu spät zu kommen wenn Maximo Park, Helden meiner Jugend, zum Tanz bitten. Für mich eine Live-Premiere mit etlichen Überraschungen.

Erste Nummer, großes Kino: "The National Health" eröffnet das Spektakel. Der druckvolle Sound klingt härter als erwartet und macht keine Kompromisse. Im weiteren Verlauf begeistert vor allem Sänger Paul Smith mit seiner herausragenden Performance. Er reißt die Arme in die Luft, vollführt Hampelmänner, wirbelt von einer Seite der Bühne zur anderen, springt vom Schlagzeug und will uns beweisen wie weit er die Beine im Sprung grätschen kann. Ähnlich einem Musicaldarsteller, der alle Rollen auf einmal spielen will, zerreißt es ihn fast vor Energie und das Ganze selbst bei ruhigen Nummern, mit einer Präsenz die ihresgleichen sucht.

Nachdem "The Coast Is Always Changing" als Hommage an Eddie Cochran inszeniert wurde und nach gezählten 18 "Dankeschööön!", setzte die Band nach gut eineinhalb Stunden zum großen Finale an. Bei "Apply Some Pressure" legen sich die fünf Herren nochmal so richtig ins Zeug. Das Publikum ist sich am Heimweg sicher: die will man unbedingt wiedersehen!


Dienstag, 18. Juni 2013

Festivalfieber #1

Mehr altbekannter Klassiker als Geheimtipp, aber definitiv eine Reise wert: das Donauinselfest (21.6.-23.6.). Das größte Open-Air-Festival bei freiem Eintritt lockt auch in diesem Jahr mit einem riesigen Line-Up.

Nach 30-jährigem Bestehen leistet man sich dieses Mal 600 Stunden Programm auf insgesamt 12 Bühnen. Die musikalische Bandbreite reicht von Schlager bis Alternative, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Gut vertreten ist diesmal, wie so oft, die FM4-Bühne.


Highlight: Maximo Park

Empfehlungen: Naked Lunch, Dear Reader, Effi, The Nintendos

Must-have: Geduld (vor allem wenn man mit der letzten U-Bahn fährt)



Mittwoch, 5. Juni 2013

Live: Unknown Mortal Orchestra

Am 16. November kommt das neuseeländische Psychodelic-Pop-Trio Unknown Mortal Orchestra nach Wien. Mit im Gepäck auf ihrem Zwischenstopp im B72: ihr umjubeltes zweites Album II, das von iTunes US in die Reihe "Best of 2013 so far" aufgenommen wurde. Nachdem 2010 ihre erste Single "Ffunny Ffrends" übers Internet einschlug wie eine Bombe, ging alles ganz schnell. Nach Konzerten Seite an Seite mit unter anderem den Flaming Lips, Deerhunter und Grizzly Bear, erschien ihr Debüt, das sich zu einem wahren Kritikerliebling entwickelte und mit dem Taite Music Prize für außergewöhnlich kreative Arbeit ausgezeichnet wurde.

Mittlerweile hat sie das Label Jagjaguwar (Dinosaur Jr., Bon Iver, Okkervil River) unter Vertrag genommen, bei dem auch ihr zweites Album erschienen ist. Sie vermischen so gekonnt und facettenreich englische Beat- und sonnige Surfmusik mit Krautrock-Psycholdelia, dass es fast so klingt, als wären die Beatles nie von ihrem Indien-Trip zurückgekehrt und hätten stattdessen Jimi Hendrix zum gemeinsamen Jammen einfliegen lassen.

Karten für Unknown Mortal Orchestra auf oeticket 

Für das schräge Video zur Single "So Good At Being In Trouble" steht ein alter Bekannter vor der Kamera: Christopher Mintz-Plasse, besser bekannt aus seiner Rolle als McLovin in SuperBad, versucht in dem Musikvideo seine Freundin aus den Fängen einer Sekte zu retten:


Für Freunde von: Portugal. The Man, Foxygen, Smith Westerns