Boxed Wine - CannibalMan darf sich von den ersten paar Sekunden nicht täuschen lassen. Erinnert die rotzig-verzerrte Basslinie am Anfang von "Cannibal" noch stark nach an die Glanzzeiten amerikanischer College-Punk-Tage, setzt sich letzten Endes doch der von Boxed Wine zelebrierte "Indie-Party-Pop" durch. Energiegeladen und überdreht wie eine Abschlussballparty findet die erste Single ihres Debüt-Albums Cheap, Fun ihren Weg in die Gehörgänge. Textzeilen wie "I plan to drink myself clever" bestärken diesen Eindruck zusätzlich.
Mein persönliches Highlight ist der etwas ruhigere Bridge-Teil, dem auf die Textpassage: "...and you dance so slow/ like a 70s guitar solo", tatsächlich ein gefühlvolles Gitarrensolo folgt.
Das Quartett, welches ihren Namen "Tetra-Pak Wein" verdankt (ihr Favorit ist übrigens "Franzia Sangria"), hat sich für ihr Debüt redlich Zeit gelassen. 15 Monate haben sie sich in einem Studio in der Nähe ihrer Heimatstadt ("We are from New Jersey. It's not as bad of a place as you think.") verschanzt, um nun das Album auf Bandcamp, nach dem Motto "Zahl so viel du willst", zu verschenken.
Für Freunde von: Los Campesinos, Kakkmaddafakka, Sky Larkin
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