Dienstag, 30. Juli 2013

Lieblingsplatten 2013

Ich habe eine wunderbare Woche in Hamburg, die Stadt der auffallend schönen, entspannten und meist auf Fahrrädern anzutreffenden Menschen, verbracht und weiß jetzt auch warum ich Flughäfen nicht leiden kann: dieses ewige Warten nervt gewaltig und kann allenfalls nur durch die Snacks im Flugzeug wiedergutgemacht werden. Mir ist auch bewusst geworden, dass mich die Musik von Dudelsäcken komischerweise an Céline Dion erinnert. Nichtsdestotrotz kam ich als großer Vinyl-Fanatiker im Plattenladen Zardoz voll auf meine Kosten. Neben einer Originalpressung von Edith Piaf's "Non je ne regrette rien" waren auch einige meiner diesjährigen Lieblingsplatten dabei, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

#1: Foxygen - We Are the 21st Century Ambassadors of Peace & Magic



 #2: Rhye - Woman

#3: Cayucas - Bigfoot


#4: Deptford Goth - Life After Defo


#5: Vampire Weekend - Modern Vampires Of The City



#6: Local Natives - Hummingbird


#7: Daughter- If You Leave


#8: Unknown Mortal Orchestra - II


#9: Foals - Holy Fire

#10: Camera Obscura - Desire Lines


Das sind meine 10 Lieblingsplatten im ersten Halbjahr 2013, aber es kommt ja noch so einiges auf uns zu, unter anderem neue Werke von: MGMT, Arctic Monkeys, Kings of Leon, Babyshambles,...
Man darf gespannt sein!

Montag, 22. Juli 2013

Dankeschön!

Besten Dank für über 1000 Seitenaufrufe seit meinem ersten Eintrag auf Man Must Dance! Als ich vor knapp einen Monat aus Jux und Tollerei mit dem Bloggen anfing, hätte ich es mir niemals ausmalen können, soviel Feedback zu bekommen. Ich hoffe euch auch weiterhin mit meinen liebsten Neuentdeckungen, Festivals, Locations und anderen Schmankerln begeistern zu können. Als kleines Dankeschön gibt es für euch eine von mir überarbeitete Version von Deptford Goth's "Feel Real" zum Gratisdownload.

Viel Spaß damit und bis bald, ab morgen bin ich übrigens für eine Woche in Hamburg!

Samstag, 20. Juli 2013

Schmankerl: Ariel Pink featuring Jorge Elbrecht

Die neue Single "Hang On To Life" von Lo-Fi-Mogul Ariel Pink aus LA, die er gemeinsam mit dem New Yorker Jorge Elbrecht (Gitarrist der Band Violens) rausgebracht hat, lädt mit ihrem gemütlichen, zurückgelehnten, dahinplätschernden Sound zum Träumen ein. Sei es der prägnante Refrain oder doch der lockere Vibe der Instrumentalparts, Ariel Pink hat generell ein Gespür für Lieder die nach Sonne, Strand und Meer klingen. "Hang On To Life" erschien gemeinsam mit der B-Side "No Real Friend" beim Label Mexican Summer.








Donnerstag, 18. Juli 2013

Song des Tages: Kings of Leon - Supersoaker

Mein großer Bruder wird heute 30 und ich kanns kaum erwarten, ihn nächsten Dienstag in Hamburg zu besuchen. Aus gegebenem Anlass gibt es heute ein besonderes Schmankerl: Die neueste Kings of Leon Single "Supersoaker", gerade mal vor 18 Stunden auf Youtube gestellt:


Für Leute aus Wien hier noch ein Veranstaltungstipp: im B72 legt heute DJ Lars Swennen bei freiem Eintritt ab 20 Uhr den feinsten Rock'n'Roll der 60er und 70er auf: B 70's 2!
 

Mittwoch, 17. Juli 2013

Radar: Deptford Goth

Daniel Woolhouse alias Deptford Goth führte bis vor Kurzem noch ein Doppelleben. Bei Tag war er als Volksschullehrer tätig und bei Nacht nahm er unzählige Synthesizer- und Gesangsspuren für sein Debüt-Album "Life After Defo"auf. Im Gegensatz zu seiner 2011 erschienenen EP "Youth ll" ist eine spürbare Reduktion von Tempo und Spannung in seinen Songs wahrnehmbar. Mit einer Melancholie, die für den sensiblen Künstler selbstverständlich ist, wie für die Blues-Helden vergangener Tage, singt er über Verbundenheit und Einsamkeit zugleich. Inspieriert seien seine Lieder von vergangenen Beziehungen und "der Last, die wir alle im Leben zu tragen haben." Für ihn sei Musik "ein Weg seine Gefühle auszudrücken, ohne dem Gegenüber in die Augen zu sehen."

Besonders viel Zeit gelassen hatte er sich laut eigenen Angaben, um digitale und analoge Tonaufnahmen miteinander zu einer abstrakten Melange zu vermischen. Die britische Presse verglich ihn mit James Blake und The XX, da sein Hang zum Minimalismus trotz allen Klangspielereien überwiegt. Die schönste Zeile stammt aus dem Song "Union": "I belong with everyone/ everyone I've ever known is here/ with me"

Für Freunde von: Rhye, How To Dress Well, James Blake


Sonntag, 14. Juli 2013

Review: Harvest of Art Festival 2013

 Ach Wiesen, du Erdbeerhauptstadt und Musikhochburg Österreichs hast es beim gestrigen Harvest of Art Festival einmal mehr geschafft mich in deinen Bann zu ziehen. Die heimische Band Giantree hat als Opener erwiesen, dass sie nicht zu Unrecht gehypt werden. Ab dem zweiten Song hatten sich auch die Synthies in die bombastische Klangwand eingefügt und durch tolle Songs, gute Bühnenpräsenz und eine Mitmach-Aktion mit Shakern wurden sie immer sympathischer. Spätestens bei ihrem Hit "Time Loops" hatten sie die Tanzwütigen im Publikum auf ihrer Seite.

In Youth Lagoon hatte ich sehr große Hoffnungen gesteckt, leider haben sie ihr Konzert frühzeitig beendet. Schon beim Soundcheck hatte ich bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt und während dem Konzert ist Sänger und Mastermind Trevor Powers mitsamt seinen Wuschelhaaren zwischenzeitlich hinter einem vor ihm aufgebauten Verstärker verschwunden. Nach einem kurzen Plausch mit dem Schlagzeuger, stellte sich heraus, dass sie Krach mit dem Tontechniker hatten und deshalb das Konzert vorzeitig abbrechen mussten. Sie würden sich freuen unter besseren Umständen wieder im Lande aufzutreten

Die Überraschung des Tages lieferten The Eclectic Moniker aus Dänemark, die zum zweiten Mal in Österreich gastierten. Laut eigenen Angaben hatten sie nur eine Stunde geschlafen, weil sie am Vortag einen Mitternachtsgig in Kopenhagen spielen mussten. Dennoch hatten sie Energie ohne Ende, sprangen auf der Bühne auf und ab, badeten in der Menge und spielten ihren von Afro-Beat durchtriebenen Surf-Rock begeisternd begeistert. Man das Gefühl dort oben auf der Bühne herrscht ein geordnetes Chaos, wenn die beiden Schlagzeuger ihr Schlagzeug mitten unterm Lied wechseln und der Leadgitarrist mit einer Kamera bereit zum Stage-Diven macht. Mit ihnen kamen übrigens auch die ersten Sonnenstrahlen. "Die klingen ja ganz anders als auf Youtube!" und ein zustimmendes "Sind viel besser Live", waren die Kommentare zweier Mädls vor mir.


Ein wenig deplatziert wirkten Get Well Soon und auch soundtechnisch war ihr Konzert leider schlecht abgemischt. Sie nahmen´s gelassen und kündigten schon am Beginn an: "Was könnte solch einen schönen Samstagnachmittag mehr vermiesen? Aber wo Sonne ist, da ist auch Schatten...". Weiter ging´s mit Kate Nash, die mit ihrem neuen Album auf Riot-Grrl-Punk gekommen ist. Gemeinsam mit ihrer Mädchen-Band setzt sie sich für mehr Frauen im Musikbusiness ein und skandiert: "I want to see more female composers! We need more girls!" Stimmt ja auch.

Ein Best-Of-Set von Bloc Party zum Abschied? Gerüchte um die Trennung sind seit Juni, nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Matt Tong im Umlauf und spiegelten sich auch in deren Konzert durchaus wieder. Die Setlist wurde geffühllos heruntergebrettert und die Gitarren waren kaum zu hören. Schade.


Dann spät abends noch die Arctic Monkeys als gestandener Headliner dieses großartigen Festivals. Hit für Hit geht es durch den Abend und es schleichen sich auch drei Titel ("Do I Wanna Know", "R U Mine?" und eine unveröffentlichte Nummer) des im Spetember erscheinenden fünften Albums in das Set ein. Jubelchöre bei alten Nummern wie "Dancing Shoes", "Flourescent Adolescent", "Mardy Bum" und "When The Sun Goes Down", sowie eine gesteckt volle Ottakringer Arena untermalen den Auftritt. Frontmann Alex Turner, mittlerweile zu einer Mischung aus Elvis und Liam Gallagher mutiert, gestikuliert und posiert fingerzeigend munter drauflos als wäre er ein Rock'n'Roller der alten Schule.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Man Must Dance! Mixtape #2 (Summer Special)

Da ich es mir ab morgen in Kroatien am Strand gemütlich mache, werdet ihr auf meine musikalischen Schmankerl für die Dauer einer Woche verzichten müssen.
Als kleinen Trost habe ich euch, anstatt Postkarten zu verschicken, ein Sommer-Mixtape zusammengestellt, in dem sich allerhand neue Songs hineingeschlichen haben. Mit dabei sind aber auch meine Highlights aus den letzten Wochen, allen voran Cayucas, deren Debüt-Album in meinem iPod rotiert wie ein Windrad bei 30 km/h.
Rechtzeitig zum Harvest Of Art Festival bin ich aber wieder im Lande und werd mich dann mit einem Konzertbericht wieder bei euch melden.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Festivalfieber #4

Auf ein Festival freue ich mich in dieser Saison am meisten und zwar auf das STUCK!-Festival im Salzburger Rockhouse. Das zweitägige Clubfestival (2.8.-3.8.) hat dieses Jahr ordentlich aufgerüstet und unter anderem Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Austra und den englischen Wahl-Wiener SOHN als Headliner angekündigt. Gestern auf dem Radar, am Stuck!-Festival ebenfalls Headliner: Swim Deep. Insgeheim freue ich mich schon auf und vor allem HVOB, mit der bezaubernden Stimme von Anna Müller (früher: Herbstrock). Gegründet wurde das Stuck!-Festival übrigens 2010 von Yeah!Club-Chef Stefan Kalser, der darum bemüht war international gehypte Bands nach Österreich zu holen, nationalen Newcomern eine Chance zu geben und eine Brücke zwischen Indie-Rock und Electro zu schlagen.

Das Konzept kommt gut an und bislang haben sich unter anderem Caribou, We Have Band, The Raveonettes und die Crystal Fighters die Bühne geteilt. Wer sein Bett nicht gegen ein Zelt eintauschen mag und gerne wetterunabhängig Musik genießen möchte, wird hier bestimmt Spaß haben.



Offizielle Website vom STUCK!-Festival

Dienstag, 2. Juli 2013

Radar: Swim Deep

Was machten vier Teenager aus Birmingham Anfang 2011, wenn sie nicht gerade die Gegend mit ihren Skateboards unsicher machten oder Merchandise-Artikel der befreundeten Band Peace verkauften? Die Jungs von Swim Deep haben damals einfach kurzerhand beschlossen selbst eine Band zu gründen. Und was für eine! Hinterm Merchandise-Tresen stehen sie schon lange nicht mehr. Um genau zu sein: Seit ihre Debüt-Single "King City" in ihrer Heimat im Mai 2012 eingeschlagen ist wie eine Bombe.

Gefolgt von einem unabwendbaren Hype seitens NME und einer Tour mit Spector hieß es ab ins Studio. Am 3. August kommt das mit Spannung erwartete erste Album dieser aufstrebenden, jungen Band. An Selbstvertrauen mangelt es ihnen auf alle Fälle nicht, meint Sänger Austin Williams doch allen Ernstes gegenüber dem Guardian, dass "es nichts gibt, dass auch nur ansatzweise mit Swim Deep vergleichbar ist". Naja, bis auf Nirvana, die Smiths und die Stone Roses vielleicht...

Für Freunde von: Peace, Girls, Smith Westerns


Montag, 1. Juli 2013

Location: B72


Ein ganzes Jahr ist es mittlerweile schon her, dass ich nach Wien gezogen bin. Grund genug euch meine Lieblingslokale in Wien näherzubringen. Vom kleinsten Beisl bis zur Stadthalle, Veranstaltungsorte quer durch die Bank. Angefangen bei einer Location, in der ich den Großteil der Samstagnächte meiner Jugend verbracht habe: dem B72.

Das zumeist einfach und liebevoll "B" genannte, kleine Lokal in den Gürtelbögen ist bekannt für Konzerte internationaler Künstler und mäßig bekannten Rockbands, die meist unter der Woche stattfinden. Am Wochenende herrscht fast schon so was wie ein alternativer "Studenten-Ballermann" und das B72 ist brechend voll. Aber im Sommer, wenn es drinnen stickig und kochend heiß wird, kann man es sich ja auch im Gastgarten gemütlich machen. Von den Getränken her, kann ich euch das mexikanische Dunkelbier "Negra Modelo" empfehlen und einen guten Whisky Sour bekommt man dort übrigens auch. Das Tolle am B ist, dass man zwei Etagen zur Verfügung hat und von oben gut auf die Bühne sieht. Das Publikum ist meistens etwas jünger, dafür tummelt es sich auch bis in die frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche.


Offizielle Website von B72