Bipolar Sunshine, das Soloprojekt von Adio Marchant aus Manchester, der seine ersten musikalischen Schritte mit der HipHop-Gruppe Kid British unternahm, ist meine jüngste musikalische Obsession. Im November 2012 machte er sich selbstständig, um im Alleingang an seinem Sound zu feilen. Mittlerweile vereint er R'n'B, Indie und HipHop so spielerisch und epochal minimalistisch, dass man meinen könnte, stupider Pop würde ihn zu Tode langweilen. Am 17.6. kam seine erste EP Aesthetics mit drei Liedern auf den Markt. Zwischendurch war er am Melt!-Festival in Deutschland zu sehen und am iTunes-Festival in London.
Am 11.11. legt er mit einer zweiten EP, welche er Drowning Butterflies betitelt hat, nach. Diese überzeugt vor allem schon jetzt durch die Single "Love More, Worry Less", zu der es seit gestern Abend auch ein offizielles Musikvideo gibt. Im Moment tourt er gerade mit den Jungs von Bastille durch England.
Für Freunde von: Frank Ocean, Theophilus London, Bloc Party
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Mittwoch, 9. Oktober 2013
Sonntag, 14. Juli 2013
Review: Harvest of Art Festival 2013
Ach Wiesen, du Erdbeerhauptstadt und Musikhochburg Österreichs hast es beim gestrigen Harvest of Art Festival einmal mehr geschafft mich in deinen Bann zu ziehen. Die heimische Band Giantree hat als Opener erwiesen, dass sie nicht zu Unrecht gehypt werden. Ab dem zweiten Song hatten sich auch die Synthies in die bombastische Klangwand eingefügt und durch tolle Songs, gute Bühnenpräsenz und eine Mitmach-Aktion mit Shakern wurden sie immer sympathischer. Spätestens bei ihrem Hit "Time Loops" hatten sie die Tanzwütigen im Publikum auf ihrer Seite.
In Youth Lagoon hatte ich sehr große Hoffnungen gesteckt, leider haben sie ihr Konzert frühzeitig beendet. Schon beim Soundcheck hatte ich bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt und während dem Konzert ist Sänger und Mastermind Trevor Powers mitsamt seinen Wuschelhaaren zwischenzeitlich hinter einem vor ihm aufgebauten Verstärker verschwunden. Nach einem kurzen Plausch mit dem Schlagzeuger, stellte sich heraus, dass sie Krach mit dem Tontechniker hatten und deshalb das Konzert vorzeitig abbrechen mussten. Sie würden sich freuen unter besseren Umständen wieder im Lande aufzutreten
Die Überraschung des Tages lieferten The Eclectic Moniker aus Dänemark, die zum zweiten Mal in Österreich gastierten. Laut eigenen Angaben hatten sie nur eine Stunde geschlafen, weil sie am Vortag einen Mitternachtsgig in Kopenhagen spielen mussten. Dennoch hatten sie Energie ohne Ende, sprangen auf der Bühne auf und ab, badeten in der Menge und spielten ihren von Afro-Beat durchtriebenen Surf-Rock begeisternd begeistert. Man das Gefühl dort oben auf der Bühne herrscht ein geordnetes Chaos, wenn die beiden Schlagzeuger ihr Schlagzeug mitten unterm Lied wechseln und der Leadgitarrist mit einer Kamera bereit zum Stage-Diven macht. Mit ihnen kamen übrigens auch die ersten Sonnenstrahlen. "Die klingen ja ganz anders als auf Youtube!" und ein zustimmendes "Sind viel besser Live", waren die Kommentare zweier Mädls vor mir.
Ein wenig deplatziert wirkten Get Well Soon und auch soundtechnisch war ihr Konzert leider schlecht abgemischt. Sie nahmen´s gelassen und kündigten schon am Beginn an: "Was könnte solch einen schönen Samstagnachmittag mehr vermiesen? Aber wo Sonne ist, da ist auch Schatten...". Weiter ging´s mit Kate Nash, die mit ihrem neuen Album auf Riot-Grrl-Punk gekommen ist. Gemeinsam mit ihrer Mädchen-Band setzt sie sich für mehr Frauen im Musikbusiness ein und skandiert: "I want to see more female composers! We need more girls!" Stimmt ja auch.
Ein Best-Of-Set von Bloc Party zum Abschied? Gerüchte um die Trennung sind seit Juni, nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Matt Tong im Umlauf und spiegelten sich auch in deren Konzert durchaus wieder. Die Setlist wurde geffühllos heruntergebrettert und die Gitarren waren kaum zu hören. Schade.
Dann spät abends noch die Arctic Monkeys als gestandener Headliner dieses großartigen Festivals. Hit für Hit geht es durch den Abend und es schleichen sich auch drei Titel ("Do I Wanna Know", "R U Mine?" und eine unveröffentlichte Nummer) des im Spetember erscheinenden fünften Albums in das Set ein. Jubelchöre bei alten Nummern wie "Dancing Shoes", "Flourescent Adolescent", "Mardy Bum" und "When The Sun Goes Down", sowie eine gesteckt volle Ottakringer Arena untermalen den Auftritt. Frontmann Alex Turner, mittlerweile zu einer Mischung aus Elvis und Liam Gallagher mutiert, gestikuliert und posiert fingerzeigend munter drauflos als wäre er ein Rock'n'Roller der alten Schule.
In Youth Lagoon hatte ich sehr große Hoffnungen gesteckt, leider haben sie ihr Konzert frühzeitig beendet. Schon beim Soundcheck hatte ich bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt und während dem Konzert ist Sänger und Mastermind Trevor Powers mitsamt seinen Wuschelhaaren zwischenzeitlich hinter einem vor ihm aufgebauten Verstärker verschwunden. Nach einem kurzen Plausch mit dem Schlagzeuger, stellte sich heraus, dass sie Krach mit dem Tontechniker hatten und deshalb das Konzert vorzeitig abbrechen mussten. Sie würden sich freuen unter besseren Umständen wieder im Lande aufzutreten
Die Überraschung des Tages lieferten The Eclectic Moniker aus Dänemark, die zum zweiten Mal in Österreich gastierten. Laut eigenen Angaben hatten sie nur eine Stunde geschlafen, weil sie am Vortag einen Mitternachtsgig in Kopenhagen spielen mussten. Dennoch hatten sie Energie ohne Ende, sprangen auf der Bühne auf und ab, badeten in der Menge und spielten ihren von Afro-Beat durchtriebenen Surf-Rock begeisternd begeistert. Man das Gefühl dort oben auf der Bühne herrscht ein geordnetes Chaos, wenn die beiden Schlagzeuger ihr Schlagzeug mitten unterm Lied wechseln und der Leadgitarrist mit einer Kamera bereit zum Stage-Diven macht. Mit ihnen kamen übrigens auch die ersten Sonnenstrahlen. "Die klingen ja ganz anders als auf Youtube!" und ein zustimmendes "Sind viel besser Live", waren die Kommentare zweier Mädls vor mir.
Ein wenig deplatziert wirkten Get Well Soon und auch soundtechnisch war ihr Konzert leider schlecht abgemischt. Sie nahmen´s gelassen und kündigten schon am Beginn an: "Was könnte solch einen schönen Samstagnachmittag mehr vermiesen? Aber wo Sonne ist, da ist auch Schatten...". Weiter ging´s mit Kate Nash, die mit ihrem neuen Album auf Riot-Grrl-Punk gekommen ist. Gemeinsam mit ihrer Mädchen-Band setzt sie sich für mehr Frauen im Musikbusiness ein und skandiert: "I want to see more female composers! We need more girls!" Stimmt ja auch.
Ein Best-Of-Set von Bloc Party zum Abschied? Gerüchte um die Trennung sind seit Juni, nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Matt Tong im Umlauf und spiegelten sich auch in deren Konzert durchaus wieder. Die Setlist wurde geffühllos heruntergebrettert und die Gitarren waren kaum zu hören. Schade.
Dann spät abends noch die Arctic Monkeys als gestandener Headliner dieses großartigen Festivals. Hit für Hit geht es durch den Abend und es schleichen sich auch drei Titel ("Do I Wanna Know", "R U Mine?" und eine unveröffentlichte Nummer) des im Spetember erscheinenden fünften Albums in das Set ein. Jubelchöre bei alten Nummern wie "Dancing Shoes", "Flourescent Adolescent", "Mardy Bum" und "When The Sun Goes Down", sowie eine gesteckt volle Ottakringer Arena untermalen den Auftritt. Frontmann Alex Turner, mittlerweile zu einer Mischung aus Elvis und Liam Gallagher mutiert, gestikuliert und posiert fingerzeigend munter drauflos als wäre er ein Rock'n'Roller der alten Schule.
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Samstag, 22. Juni 2013
Festivalfieber #2
Das eintägige Festival Harvest Of Art findet seit letztem Jahr statt und bietet ein kleines, aber äußerst feines Line-Up, gemütliche Stimmung und das Ganze auch noch mit studentenfreundlichen Eintrittspreisen. Nach der umjubelten Premiere mit unter anderem Mumford & Sons und den Kooks, beweist das sympathische Indie-Erntedank-Festival einmal mehr, wie man den Spagat zwischen bekannten Künstlern und sehenswerten Geheimtipps gekonnt umsetzt.Eröffnet wird das Spektakel dieses Jahr von der heimischen Band Giantree, auf denen laut FM4 die Hoffnungen der heimischen Indie-Szene ruhen. Mit den Arctic Monkeys, die uns einen Vorgeschmack auf ihr neues Album liefern werden, und Bloc Party wieder zwei richtig große Kaliber am Start, während Youth Lagoon, Kate Nash und Get Well Soon das Prädikat wertvoll unterstreichen. Die Otterkringer Arena in Wiesen, mitten in der atemberaubenden Landschaft der burgenländischen Erdbeerfeldern, erweist sich als ein guter Gastgeber, bei dem man sich wohlfühlt und den man immer wieder gerne besucht.
Highlight: Youth Lagoon
Empfehlungen: Giantree, Bloc Party, Arctic Monkeys
Must-Have: Seifenblasen
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