Daniel Woolhouse alias Deptford Goth führte bis vor Kurzem noch ein Doppelleben. Bei Tag war er als Volksschullehrer tätig und bei Nacht nahm er unzählige Synthesizer- und Gesangsspuren für sein Debüt-Album "Life After Defo"auf. Im Gegensatz zu seiner 2011 erschienenen EP "Youth ll" ist eine spürbare Reduktion von Tempo und Spannung in seinen Songs wahrnehmbar. Mit einer Melancholie, die für den sensiblen Künstler selbstverständlich ist, wie für die Blues-Helden vergangener Tage, singt er über Verbundenheit und Einsamkeit zugleich. Inspieriert seien seine Lieder von vergangenen Beziehungen und "der Last, die wir alle im Leben zu tragen haben." Für ihn sei Musik "ein Weg seine Gefühle auszudrücken, ohne dem Gegenüber in die Augen zu sehen."
Besonders viel Zeit gelassen hatte er sich laut eigenen Angaben, um digitale und analoge Tonaufnahmen miteinander zu einer abstrakten Melange zu vermischen. Die britische Presse verglich ihn mit James Blake und The XX, da sein Hang zum Minimalismus trotz allen Klangspielereien überwiegt. Die schönste Zeile stammt aus dem Song "Union": "I belong with everyone/ everyone I've ever known is here/ with me"
Für Freunde von: Rhye, How To Dress Well, James Blake
Zu definieren, in welchen Musikstil Baby Alpaca aus New York fallen, ist nicht ganz einfach. Wenn man sich ihre Debüt-EP (erscheint am 25.6. bei Atlas Chair Records) anhört, lässt die Bandbreite an programmierten Beats, der zaghafte, mit Echo versetzte Gesang und die vor Höhen strotzenden Gitarren zumindest auf eines deuten: "New Wave"- Dramatik trifft auf Schlafzimmer-Electro und bärtigen Folk.
Nicht umsonst wird Sänger Chris Kittrell, früher Assistent von Marc Jacobs und rastloser Weltreisender, des Öfteren mit dem jungen Morrissey der 80er verglichen. Einer ihrer Songs, "Wild Child", geht besonders ins Ohr und ist unterwegs, auf einer der zahlreichen Reisen geschrieben worden. Erinnert die Musik am Anfang ein wenig an Shelter von The XX, legt sich das, sobald eine Stimme "You said I was a loser" raunt und das Tempo später unangekündigt durch die einsetzenden Beats raufgeschraubt wird. Mit der melancholischen Art eines James Blake, will uns der Erzähler einreden, dass es ihm gut geht , danke der Nachfrage und dass man ihn nicht so schnell abschreiben soll...
Für Freunde von: The Smiths, Twin Shadow, New Order