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Donnerstag, 12. September 2013

Die neuen Stimmen des Pop

Banks

Beeinflusst von Künstlern wie Lauryn Hill und Fiona Apple, liefert Banks, gemeinsam mit einem ansehnlichen Team aus Produzenten, darunter Jamie Woon, Totally Enormous Extinct Dinosaurs und auch den in Wien lebenden SOHN, Song für Song eine romantisch-düstere Klangwelt in die man sofort eintaucht. Getrieben von schweren Beats und ihrer souligen Stimme, mit der sie auf poetische Art und Weise ihre Beziehungen verarbeitet, kommt auch ihre neue EP "London", die seit 10.9. erhältlich ist, durch  die Lautsprecher. Definitiv ein Tipp für die persönliche Watchlist und wenn der Hype ungebrochen bleibt, ein Next Big Thing.




Lorde

Ella Yelich-O'Connor aka Lorde ist sowas, wie  die neuseeländische Ausgabe von Birdy, also ein wahres Wunderkind. Kurz nachdem sie mit 12 an einem Talentwettbewerb teilnahm, hatte sie schon einen Vertrag von Universal in der Tasche! Die mittlerweile 16-jährige brachte Ende letzten Jahres ihre erste EP "The Love Club" heraus und wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In Neuseeland erreichte die EP Platz 2 der Albumcharts, ihre Single "Royals" wurde mit Doppelplatin ausgezeichnet. Im Mai startete sie ihre erste kleine Tour durch Australien und Neuseeland, wobei alle Konzerte ausverkauft waren.




Foxes

Die Stimme der 24-jährigen Louisa Rose Allen alias Foxes könnte euch durchaus bekannt vorkommen, immerhin war sie Gastsängerin auf dem Diskokracher "Clarity" von Dubstep-DJ Zedd (gleichzeitig sein bisher größter Erfolg). Mit ihrer Single "Youth" gelang ihr der große Wurf: die Serie Gossip Girl nahm gleich zwei ihrer Songs ins Programm auf, sie spielte im letzten Jahr auf dem Reeperbahn Festival und nachdem das offizielle Musikvideo dazu vor knapp einem Monat auf Youtube geladen wurde, liegt der Zähler jetzt bei einer knappen Million.


Montag, 19. August 2013

Radar: Parks, Squares and Alleys

Das Projekt Parks, Squares and Alleys wurde vom 19-jährigen Sergei Khavro aus Khabarovsk, einer russischen Stadt nahe der Grenze zu China, die eigentlich nur für gute Eishockeyspieler bekannt ist, gegründet. Aufgrund ihrer geographischen Lage, seien sie ziemlich isoliert, erklärt Khavro in seinem ersten Interview mit BlahBlahBlahScience, aber durch das Internet feierte er trotz seiner Abgelegenheit große Erfolge und das, obwohl gänzlich auf eine Bandbiographie verzichtet wurde. Die Musik alleine reicht doch auch. Vor fünf Jahren habe er angefangen Songs zu schreiben, wobei er damals nichts auf sonderlich ausgefeilte Texte hielt. Heute geht er das Ganze bedachter an, nimmt sich Zeit, um die gefühlvollen Textzeilen in die, zumeist verspielten, Melodien einzuweben. Die kreative Energie, die von seinen Songs ausgeht und immer mit Sinn für Geschmack und Harmonie gesegnet sind, machen seine Werke zu einem Ohrenschmaus.

Seine letzte Single "Forest" hat mich, zumindest ab dem Zeitpunkt wo die Stimme einsetzt, stark an die Foals erinnert. Ein neues Album ist schon in Planung, es soll in Richtung 90er Dream-Pop gehen, mitsamt den schwebenden Synths, den von Echo durchtränkten Gitarren und dem leicht verzerrtem Gesang. Eine Kollaboration mit den Moskauer Chillwavern Sugar God, soll auch geplant sein. Russland ist, genau so wie das neue Man Must Dance!-Mixtape, um einen herausragenden Musiker reicher geworden.

Für Freunde von: Foals, Chad Valley, Washed Out

Parks, Squares and Alleys auf Facebook





Mittwoch, 17. Juli 2013

Radar: Deptford Goth

Daniel Woolhouse alias Deptford Goth führte bis vor Kurzem noch ein Doppelleben. Bei Tag war er als Volksschullehrer tätig und bei Nacht nahm er unzählige Synthesizer- und Gesangsspuren für sein Debüt-Album "Life After Defo"auf. Im Gegensatz zu seiner 2011 erschienenen EP "Youth ll" ist eine spürbare Reduktion von Tempo und Spannung in seinen Songs wahrnehmbar. Mit einer Melancholie, die für den sensiblen Künstler selbstverständlich ist, wie für die Blues-Helden vergangener Tage, singt er über Verbundenheit und Einsamkeit zugleich. Inspieriert seien seine Lieder von vergangenen Beziehungen und "der Last, die wir alle im Leben zu tragen haben." Für ihn sei Musik "ein Weg seine Gefühle auszudrücken, ohne dem Gegenüber in die Augen zu sehen."

Besonders viel Zeit gelassen hatte er sich laut eigenen Angaben, um digitale und analoge Tonaufnahmen miteinander zu einer abstrakten Melange zu vermischen. Die britische Presse verglich ihn mit James Blake und The XX, da sein Hang zum Minimalismus trotz allen Klangspielereien überwiegt. Die schönste Zeile stammt aus dem Song "Union": "I belong with everyone/ everyone I've ever known is here/ with me"

Für Freunde von: Rhye, How To Dress Well, James Blake