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Montag, 12. August 2013

Festival-Fieber #5



Eines der größten Open-Air Festivals Österreichs, das FM4 Frequency Festival (15.-17.8.), gibt es bereits seit 2001. Am Anfang noch in Salzburg angesiedelt, findet es nun mittlerweile seit 2009 in St. Pölten statt. Viele gute Erinnerungen habe ich bei meinen Besuchen mitgenommen und etliche große Bands, die ich unbedingt sehen wollte, haben mir diesen Wunsch erfüllt. Und auch wenn ich die Leute, die den Timetable erstellt haben, oft innerlich verflucht habe, kam ich trotz einiger Kompromisse, immer auf meine vollen Kosten. Zahlreiche Neuentdeckungen und etliche Geheimtipps habe ich dort live miterlebt und sogar mein Zelt blieb meist weitestgehend ganz.

Dank Nightpark kann man die Nächte durchtanzen und auch Freunde elektronischer Musik können sich hier ausleben. Das Wetter hat nicht immer mitgespielt, aber wenn sich die Sonne mal blicken ließ, dann ging sie nicht mehr weg. Für Abkühlung an heißen Tagen, sorgt die Traisen, ein kleiner Fluss, der direkt am Festivalgelände vorbeifließt. Also Badesachen nicht vergessen!

Dieses Jahr kommt ein ganzes Arsenal an Acts nach St. Pölten:


Highlights: Nick Cave, Franz Ferdinand, Delorean, James Blake, Miles Kane

Empfehlungen: Of Monsters And Men, Shout Out Louds, (die wiedervereinigten) The Fratellis, Johnny Borrell (Frontman von Razorlight), Slow Magic, Junip

Must-Have: Campingsessel

Man Must Dance!-Tipp:
 Mit Francis International Airport,Velojet und Olympique sind auch höhrenswerte Bands aus Österreich am Start! Wenns der Timetable zulässt, kann man ruhigen Gewissens vorbeischauen. Ich bin mir sicher, ihr werdet nicht enttäuscht.

Offizielle Homepage des Frequency Festivals

Timetable Frequency 2013


Samstag, 10. August 2013

Radar: Fenster

Ist es Zufall, wenn man zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist? Ist eine Aneinanderreihung von Zufällen dann doch Schicksal? Im Falle der Berliner Band Fenster wohl eher ein glücklicher Zufall. Als die New Yorkerin JJ Weihl und der in Berlin geborene Jonathan Jarzyna im Winter 2010 beschließen, in einem Studio in Steglitz ein paar Songs aufzunehmen, waren sie vorher noch nie Live aufgetreten, geschweige denn hatten sie einen Bandnamen. Der ergibt sich auf äußerst ulkige Art und Weise: während den Aufnahme-Sessions, knallt Sängerin JJ ein Fenster an den Kopf und zerbricht über ihr. Scherben bringen bekanntermaßen Glück und nachdem man ohnehin gerade auf Namenssuche war, machte es durchaus Sinn, sich nach dem Verursacher von Schock und Schmerzen zu benennen. Die Frage nach Zufall oder Schicksal lasse ich jetzt lieber mal außen vor, wurde schon genug ausgereizt, bietet sich aber auch in diesem Fall an.

Bei den, vom griechischen Produzenten Tadklimp geleiteten Aufnahmen wurde ein ganzes Sammelsurium an Instrumenten und Effekten eingesetzt. Von Synthesizern, Banjo, Bass und allerhand Percussion (unter anderem auch Schaufeln), bis zu gefiltertem Gesang und Gitarren aus der Echokammer verwenden sie alles was ihnen unter die Nase kommt, um ihren Lo-Fi Pop erwartungsgemäß umzusetzen. Bei ihren Live-Auftritten sind sie dafür bekannt, viele Instumentenwechsel durchzuführen und ihre Synthesizer auf Bügelbrettern zu platzieren. Um trotzdem ein funktionierendes Live-Set zu garantieren, haben sie Rémi Letournelle, zuständig für Percussion und Schlagzeug, in die Band aufgenommen. Kurz darauf wurden sie vom Label Morr Music (Sin Fang, Múm, Telekinesis!) unter Vertrag genommen, haben sich nochmal für 8 Tage mit Tadklimp in ihrem Steglitzer Studio verkrochen und sind ihrem Konzept treu geblieben. Was bleibt, ist der 2012 erschienene Tonträger Bones, der mit bedachter Songzusammenstellung, melancholischen Texten für große Lieder (erste Single: "Oh Canyon") und verträumten Sound punktet.

Ohne Übertreibung möchte ich es in die Welt herausposaunen: Fenster sind der Soundtrack der Gegenwart und ich wünsche ihnen weiterhin nur das Beste!





Für Freunde von: Junip, New Found Land, Steve Smyth

Offizielle Homepage von Fenster