In weißen, sich überlappenden Lettern, die ein wenig an das
Louis Vuitton Logo erinnern, steht "IST" auf den Flex-Fernsehern ganz
hinten auf der Bühne. Unter einem massiven Intro schreiten die drei Jungs von Is Tropical, zwei mit Dosenbier, einer
mit Drumsticks in den Händen, gemütlich zu ihren Plätzen. Mit 15 Minuten Verspätung startet
das Mitternachtskonzert, sie sind also fast pünktlich. Nach einem kurzen Lob an
das österreichische Bier und einem „Ever had one of these?“ ging es schon los
mit einem förmlichen „Best Of“-Set ihrer zwei Alben.
Faszinierend wie Bassist
und Gitarrist nach fast jeder Nummer ein anderes Instrument in der Hand haben,
untereinander tauschen und sowohl Synthesizer, als auch Gitarre, scheinbar
gleichzeitig bedienen. Es fällt auf: Das ist alles von vorne bis hinten
durchstrukturiert, Roadie unnötig. Mit „Leave The Party“, „Lover’s Cave“, „Cry“
und „Toulouse“ haben sie richtig aufgedreht und die Gassenhauer von Album
Nummer 2: I’m Leaving zum Besten
gegeben und bewiesen, warum sie so ein großer Geheimtipp sind und dass es um
mehr als Hype geht. Für ihre Hitsingle „Dancing Anymore“ fischten sie noch
zwei Mädchen aus dem Publikum, welche vorher fest versprechen mussten auch ja jede
Textzeile zu wissen und schon setzte einer der schönsten Popsongs des Jahres,
mit schön schiefen Höhen als Draufgabe, ein. Zuletzt zeigten Is Tropical noch
schnell mit ihrer Elektrohymne „The Greeks“, warum die Anlage im Flex zu einer
der besten Europas zählt. Druckvoll war der Sound schon vorher, aber mit diesem letzten
Song bebte die Tanzfläche wie bei einem Erdbeben Stärke 7.


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