Dienstag, 1. Oktober 2013

Review: Is Tropical (Flex)



In weißen, sich überlappenden Lettern, die ein wenig an das Louis Vuitton Logo erinnern, steht "IST" auf den Flex-Fernsehern ganz hinten auf der Bühne. Unter einem massiven Intro schreiten die drei Jungs von Is Tropical, zwei mit Dosenbier, einer mit Drumsticks in den Händen, gemütlich zu ihren Plätzen. Mit 15 Minuten Verspätung startet das Mitternachtskonzert, sie sind also fast pünktlich. Nach einem kurzen Lob an das österreichische Bier und einem „Ever had one of these?“ ging es schon los mit einem förmlichen „Best Of“-Set ihrer zwei Alben. 

Faszinierend wie Bassist und Gitarrist nach fast jeder Nummer ein anderes Instrument in der Hand haben, untereinander tauschen und sowohl Synthesizer, als auch Gitarre, scheinbar gleichzeitig bedienen. Es fällt auf: Das ist alles von vorne bis hinten durchstrukturiert, Roadie unnötig. Mit „Leave The Party“, „Lover’s Cave“, „Cry“ und „Toulouse“ haben sie richtig aufgedreht und die Gassenhauer von Album Nummer 2: I’m Leaving zum Besten gegeben und bewiesen, warum sie so ein großer Geheimtipp sind und dass es um mehr als Hype geht. Für ihre Hitsingle „Dancing Anymore“ fischten sie noch zwei Mädchen aus dem Publikum, welche vorher fest versprechen mussten auch ja jede Textzeile zu wissen und schon setzte einer der schönsten Popsongs des Jahres, mit schön schiefen Höhen als Draufgabe, ein. Zuletzt zeigten Is Tropical noch schnell mit ihrer Elektrohymne „The Greeks“, warum die Anlage im Flex zu einer der besten Europas zählt. Druckvoll war der Sound schon vorher, aber mit diesem letzten Song bebte die Tanzfläche wie bei einem Erdbeben Stärke 7.


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